Körperinteraktionstherapie (KIT)

Ein weiterer besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit

Körperinteraktionstherapie (KIT), ein Baustein des IntraActPlus- Konzeptes

„Der Mensch hat ein Grundbedürfnis nach emotionaler und körperlicher Nähe.“ 

„Ohne die körperliche Nähe zu anderen Menschen kann der Mensch kein Urvertrauen aufbauen.

Dies sind Annahmen auf deren Grundlage die Körper- Interaktions- Therapie von Dr. Fritz Jansen und Dipl. Psych. Uta Streit entwickelt wurde.

Wann wird KIT angewendet?

  • Körper- und Blickkontakt werden vermieden
  • die Annahme und Aufnahme positiver Beziehungen ist erkennbar schwierig
  • ständige Machtkämpfe und oppositionelles Verhalten

Bei Kinder mit ADS/ ADHS, Autismus oder autistischen Zügen, geistigen Behinderungen, frühkindlichen Regulationsstörungen oder nach traumatischen Erlebnissen lassen sich Körper- und Blickkontaktblockierungen häufiger feststellen.

Körperkontaktsstörungen beeinflussen direkt das Sozialverhalten und können so Einfluss auf alle Lebensbereiche nehmen, wie etwa Spiel- und Lernverhalten, Umgang mit Gleichaltrigen, Konfliktverhalten bis hin zum Verhalten im Straßenverkehr.

Ziele sind, dass das Kind den Aufbau sozialer Fähigkeiten und sozialen Verhaltens erlernt (u.a. Einlassen auf Blickkontakt; Befolgen von Aufforderungen; Initiative zu sozialem Kontakt ergreifen; Abbau von Verweigerung, Machtkämpfen und destruktivem Widerstand sowie Aufbau angemessener Selbststeuerung (Leistungsmotivation und Förderbarkeit))

Während der Therapie wird das Kind befähigt, körperliche Nähe zu einer vertrauten Person zuzulassen und dadurch nach und nach Vertrauen zu seiner Umwelt zu fassen. Die Bezugsperson, die die Therapie mit dem Kind durchführt (Eltern, Pflegeeltern, Adoptiveltern usw.) nehmen während der Therapie eine richtungsgebende und führende Position ein, wobei dies auf das Verhalten und die Bedürfnisse des Kindes genau abgestimmt wird. Mit Lob und positiver Unterstützung wird das Kind mit Nähe konfrontiert. Dadurch wird die Körper- und/oder Blickkontaktblockierung abgebaut, das Kind macht positive Erfahrungen mit körperlicher Nähe sowie Beziehung und es erfolgt eine kognitive Umstellung. Der Therapieprozess wird von mir begleitet, unterstützt und geleitet.

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